Kleidung

Bekleidung

Kleidung, neben Nahrung und Obdach eines der drei wichtigsten Grundbedürfnisse von uns Menschen.

Früher eine Notwendigkeit zum Schutz gegen klimatische Einflüsse, heute immer mehr ein Statussymbol.

Um dem Status gerecht zu werden, muss Kleidung vielfältige Funktionen erfüllen. Sie muss wärmen oder kühlen, in allen Farben leuchten, darf nicht knittern, soll mal robust und mal kuschelig weich sein, muss neu schon gebraucht aussehen und noch vieles mehr.

All diese Bedürfnisse an Kleidung kann nur mit Chemie erfüllt werden. Wer heute ein Kleidungsstück aus 100% Baumwolle kauft hat evtl. dennoch 20% Chemie im Schrank. Wenn das Etikett 100% Baumwolle verspricht bezieht sich das nur auf den Gewichtsanteil der enthaltene Faserart. Wird die Baumwollfaser mit Kunstharz imprägniert können bis zu 20% Gewichtsanteil aus Ausrüstungschemie bestehen. Bei einer Jeans für Erwachsene (ca. 700 g) sind das immerhin 140 g Chemie.

Zudem wird bei konventionell angebauter Baumwolle noch jede Menge Kunstdünger und Pestizide eingesetzt. In Zahlen sind das 150 g Gift pro T-Shirt beim Anbau von Baumwolle.

Ca. 90 Prozent der bei uns verkauften Kleidung wird in den Gift-Küchen von China, der Türkei und Indien hergestellt. Zum Anbau und der Herstellung werden dafür rund 7500 Chemikalien eingesetzt. Deshalb spielt es keine Rolle, dass in Deutschland viele der eingesetzten Chemikalien verboten sind.

 

Augen auf beim Kleiderkauf

Denken Sie daran, dass Kinder deutlich empfindlicher auf Schadstoffe reagieren als erwachsene Menschen. Die durch Textilien verursachten Erkrankungen reichen von der Allergie bis zum Hirnschaden.

  • Riechen Sie an der Kleidung
  • Neue Kleidung vor dem ersten Tragen unbedingt mehrfach waschen!
  • Achten Sie beim Etikett auf Hinweise wie „Farbe blutet aus, separat waschen, bügelfrei und knitterfrei“. Dies sind Zeichen für hohe Chemiebelastung.
  • Tragen Sie direkt auf der Haut weiße, ungefärbte oder pastellfarbene Textilien, da sie weniger Farbstoffe enthalten. (Von 1600 eingesetzten Farbstoffen sind nur 16 unbedenklich.)
  • Bevorzugen Sie Kleidung die bei 60 Grad gewaschen werden kann.
  • Achten Sie auf Labels und Öko-Siegel. Davor sollten Sie sich aber erst informieren, da nicht jedes Label hält was es zu versprechen scheint. Greenpeace hat drei Siegel mit gut bewertet. IVN Best, GOTS, Öko-Tex Standard 100. Mehr Infos dazu hier greenpeace_textil-label-juni_2016
  • Öffnen Sie beim Bügeln die Fenster:  Feuchte Wärme begünstigt das Ausdünsten von Chemikalien.
  • Der Preis der Kleidung sagt nichts über die enthaltenen Giftstoffe aus.
  • Funktionskleidung wird am stärksten mit Chemie veredelt.
  • Meiden Sie Textilen mit Aufdrucken, da diese oft krebserregende Weichmacher enthalten.
  • Verzichten Sie auf Textilien die chemisch gereinigt werden müssen
  • Kaufen Sie Second-Hand, da diese schon vielfach gewaschen wurden.
Kategorie: Alltagsgift
Einen Kommentar hinterlassen


*erforderlich