Kalkputz wird meistens mehrlagig aufgebaut. Wie viele Schichten erforderlich sind, hängt vom Untergrund, der benötigten Putzdicke, der Beanspruchung und der gewünschten Oberfläche ab.

Ein klassischer Putzaufbau besteht häufig aus Kalkgrundputz und Kalkoberputz. Der Grundputz gleicht Unebenheiten aus und bildet die Grundlage für den dünneren Oberputz, der Struktur und Aussehen der fertigen Oberfläche bestimmt.

Bei stark saugenden, ungleichmäßigen oder schwierigen Untergründen kann zusätzlich ein Vorspritzmörtel beziehungsweise eine geeignete Untergrundvorbereitung erforderlich sein.

Auf Fassaden sowie bei kritischen oder unterschiedlichen Untergründen hat sich zusätzlich eine Armierungslage aus geeignetem Kalkmörtel mit eingebettetem Armierungsgewebe bewährt. Sie kann Spannungen im Putzaufbau verteilen und dadurch das Risiko von Rissen reduzieren. Besonders sinnvoll kann sie beispielsweise bei Materialwechseln, Mischmauerwerk oder größeren ausgebesserten Flächen sein.

Sind größere Gesamtdicken erforderlich, kann der Kalkgrundputz in mehreren Lagen aufgebaut werden. Auch Kalkdämmputze werden bei größeren Schichtdicken mehrlagig verarbeitet.

Zwischen den einzelnen Putzlagen muss ausreichend Trocknungs- und Erhärtungszeit eingehalten werden. Bei größeren Schichtdicken ist dies besonders wichtig.

Ein Kalkputz kann somit aus Grundputz und Oberputz bestehen, aber auch Vorspritzmörtel, mehrere Grundputzlagen und eine zusätzliche Armierungslage umfassen. Entscheidend ist ein auf Untergrund und Beanspruchung abgestimmter Putzaufbau.