Wie lange Kalkputz feucht gehalten werden muss, hängt von Kalkart, Putzdicke, Untergrund und Witterungsbedingungen ab. Entscheidend ist, dass der frische Kalkputz nicht zu schnell austrocknet.

Besonders Luftkalkputze aber auch natürlich hydraulische Kalkputze (NHL) benötigen in der frühen Erhärtungsphase ausreichend Feuchtigkeit. Trocknet die Oberfläche durch Sonne, Wind, hohe Temperaturen oder einen stark saugenden Untergrund zu schnell aus, können Verarbeitung, Festigkeitsentwicklung und Karbonatisierung beeinträchtigt werden.

Bei Bedarf wird der Kalkputz deshalb nach dem Auftrag vorsichtig feucht gehalten beziehungsweise nachgenässt. Wie häufig und wie lange das erforderlich ist, lässt sich nicht pauschal festlegen und muss an die jeweiligen Bedingungen angepasst werden.

Wichtiger als eine starre Vorgabe wie „drei Tage feucht halten“ ist deshalb die Regel: Kalkputz muss vor zu schneller Austrocknung geschützt werden.