Kalkputz-Lüge 10

Geld zurück bei Falschberatung

In Kalkputz-Lüge 10 wollen wir uns ansehen wie es ist, wenn man Ihnen einen natürlichen Kalkputz verkauft, Sie dann aber feststellen, dass dem nicht so ist. Ab wann haben Sie einen Anspruch auf Geld zurück oder Schadenersatz?

Grundsätzlich dürfen Beratungen, die der Entscheidungsfindung dienen – sprich dem Kauf – keine Falschaussagen enthalten. Wenn dem so ist, haben Sie einen Anspruch darauf Ihr Geld zurück zu bekommen, Verträge kündigen zu können oder auf Schadensersatzleistungen.

Um Ihr Recht einzufordern, müssen Sie die Falschberatung allerdings auch nachweisen können. Wenn Malermeister Pinselschwung Ihnen sagt sein angebotener Kalkputz ist zementfrei und dem ist nicht so, genügt eine mündliche Aussage nicht.

Deshalb immer alle Vereinbarungen und Absprachen schriftlich anfordern!

Sie holen sich wahrscheinlich sowieso schriftliche Angebote ein bevor Sie Aufträge vergeben. Verlangen Sie deshalb, dass die eingesetzten Produkte in den Leistungstexten enthalten sind. Zudem können Sie zu jedem angebotenen Produkt das technische Datenblatt und das Sicherheitsdatenblatt verlangen.  So haben Sie die Möglichkeit zu prüfen ob die angebotenen Produkte Ihren Anforderungen entsprechen, können Angebote deutlich besser miteinander vergleichen und bei der Ausführung überwachen ob die verbauten Materialien dem Angebot entsprechen.

Dieses Vorgehen ist zwar ein wenig aufwändiger aber sicher der einzige Weg um wirklich das zu bekommen worum Sie gebeten haben. Zudem verhindert es Ärger. Wenn beide Parteien mit offenen Karten spielen sinkt das Konfliktpotenzial erheblich.

Der Traum vom gegenseitigen Vertrauen, wenn es um wohngesunde Baustoffe, geht ist leider geplatzt. Wie ich den Kommentaren zu meinen Blog-Beiträgen entnehmen kann, wird in Bezug auf Inhaltsstoffe noch immer Mist erzählt.  Ob dies an der Unwissenheit der Anbieter liegt oder ob bewusst falsch beraten wird kann ich nicht erkennen. Dies spielt allerdings auch keine Rolle. Wer nicht weiß was er anbietet, soll es lassen und wer nur mit Falschaussagen verkaufen kann, die Branche wechseln.

Kategorie: Verbraucherschutz
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