Kalkputz wird rabottiert, wenn er ausreichend angezogen und formstabil, aber noch nicht vollständig erhärtet ist. Beim Rabottieren werden Unebenheiten abgetragen, die Oberfläche egalisiert und gegebenenfalls eine entstandene Sinterhaut entfernt.

Der Putz darf dabei nicht mehr so weich sein, dass er durch das Werkzeug verschoben oder aufgerissen wird. Gleichzeitig darf er noch nicht so stark erhärtet sein, dass sich die Oberfläche nur mit großem Kraftaufwand bearbeiten lässt.

Der richtige Zeitpunkt hängt von Kalkart, Putzrezeptur, Schichtdicke, Untergrund, Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Eine feste Zeitangabe nach dem Auftrag ist deshalb nur bedingt sinnvoll.

Entscheidend ist auch hier der Bearbeitungszustand des Putzes: Er muss fest genug zum Abtragen und gleichzeitig noch weich genug zum Rabottieren sein. Meist ist dies nach 12 bis 24 h der Fall.