Als fettigen Kalk bezeichnet man traditionell einen calciumreichen, weitgehend reinen Luftkalk, der beim Löschen einen besonders plastischen und ergiebigen Kalkteig bildet. Wird dieser Kalk mit Wasserüberschuss gelöscht und feucht gelagert, entsteht ein entsprechend geschmeidiger Sumpfkalk.
Die Bezeichnung „fett“ beschreibt dabei nicht den Fettgehalt und auch nicht eine bestimmte Lagerdauer, sondern die hohe Plastizität und Ergiebigkeit des Kalkes beziehungsweise Kalkteiges.
Eine längere Lagerung des Sumpfkalkes kann dessen Struktur und Verarbeitungseigenschaften zusätzlich beeinflussen. Eine bestimmte Lagerzeit von beispielsweise mehreren Jahren ist jedoch keine allgemeine Voraussetzung dafür, einen Kalk als „fett“ zu bezeichnen.
Fettiger Sumpfkalk wird traditionell für hochwertige Kalkputze, Kalkmörtel, Kalkfarben und dekorative Kalktechniken eingesetzt.
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