Alkalität beschreibt die basische beziehungsweise alkalische Eigenschaft eines Stoffes oder einer Lösung. Bei wässrigen Lösungen zeigt sich eine alkalische Reaktion durch einen pH-Wert oberhalb von 7.
Frischer gelöschter Kalk ist aufgrund des enthaltenen Calciumhydroxids stark alkalisch und erreicht einen pH-Wert von etwa 12 oder darüber.
Diese hohe Alkalität beeinflusst verschiedene Eigenschaften von Kalk. Sie schafft beispielsweise Bedingungen, unter denen viele Mikroorganismen nur eingeschränkt wachsen können. Gleichzeitig müssen Pigmente, die in Kalkfarben eingesetzt werden, gegenüber diesem alkalischen Milieu ausreichend beständig beziehungsweise kalkecht sein.
Während der Karbonatisierung wird Calciumhydroxid nach und nach zu Calciumcarbonat umgewandelt. Dadurch nimmt die hohe Alkalität des frischen Kalkes im Verlauf der Erhärtung ab.
Alkalität darf nicht mit Alkalien gleichgesetzt werden: Alkalität beschreibt eine Eigenschaft beziehungsweise das Säureneutralisationsvermögen eines Systems, während Alkalien bestimmte basisch reagierende Stoffe bezeichnen können.
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