Als Alkalien werden im engeren chemischen Sinn insbesondere die Hydroxide der Alkalimetalle bezeichnet. Für das Bau- und Malerhandwerk sind vor allem Natriumhydroxid (NaOH) und Kaliumhydroxid (KOH) von Bedeutung.

Werden diese Stoffe in Wasser gelöst, entstehen stark alkalische Lösungen, sogenannte Laugen. Natronlauge und Kalilauge können stark ätzend wirken und pflanzliches sowie tierisches Gewebe angreifen. Sie können außerdem Fette verseifen. Bei der klassischen Verseifung von Fetten entstehen dabei Glycerin und die Salze der enthaltenen Fettsäuren – also Seifen.

Im Bauwesen werden die Begriffe alkalisch und Alkalität jedoch weiter gefasst. Sie beschreiben eine basische Reaktion beziehungsweise Eigenschaft eines Stoffes. Deshalb ist beispielsweise auch frischer Kalk stark alkalisch. Verantwortlich dafür ist Calciumhydroxid Ca(OH)₂, obwohl Calcium nicht zu den Alkalimetallen, sondern zu den Erdalkalimetallen gehört.

Die Begriffe Alkalien, Basen, Laugen und Alkalität sollten deshalb nicht gleichgesetzt werden: Eine Base ist ein chemischer Oberbegriff, eine Lauge ist eine basische wässrige Lösung und Alkalität beschreibt die basische Eigenschaft beziehungsweise Reaktion eines Systems.