Kalkteig ist eine pastöse Masse aus Calciumhydroxid und Wasser, die beim Löschen von Branntkalk mit Wasserüberschuss entsteht. Durch weitere Zugabe von Wasser kann daraus eine dünnflüssige Kalkmilch hergestellt werden.

Kalkteig wird traditionell als Bindemittel für Kalkmörtel, Kalkputze und Kalkfarben verwendet. Aufgrund seiner feinen, plastischen Konsistenz lässt er sich gut mit Zuschlägen und Pigmenten verarbeiten.

Wird Kalkteig über längere Zeit feucht und möglichst unter Luftabschluss gelagert, spricht man traditionell von Sumpfkalk. Durch die Lagerung können sich Struktur und Verarbeitungseigenschaften des Kalkteiges verändern.

Handelt es sich um Kalkteig aus Luftkalk, erfolgt seine spätere Erhärtung durch Karbonatisierung. Dabei reagiert Calciumhydroxid mit Kohlendioxid aus der Luft zu Calciumcarbonat.