Bei Kalkputz ist wichtig, dass er richtig verarbeitet und auf den passenden Untergrund aufgebracht wird. Der Untergrund muss tragfähig, sauber, saugfähig und mineralisch sein. Auf dichten oder kunststoffhaltigen Flächen ist Kalkputz nicht geeignet, außer es erfolgt eine fachgerechte Vorbereitung.
Während der Verarbeitung sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit entscheidend. Ideal sind 5–25 °C ohne Zugluft und direkte Sonneneinstrahlung. Kalkputz darf nicht zu schnell trocknen, sonst entstehen Risse und Oberflächenschäden. Deshalb ist in den ersten Tagen nach dem Auftrag ein schonendes Nachbehandeln und Lüften wichtig.
Außerdem sollte man wissen: Kalkputz braucht Zeit zum Abbinden. Je nach Schichtdicke können das mehrere Wochen sein, bevor er endgültig belastbar ist oder gestrichen werden darf. Auch die Wahl der Farbe ist entscheidend: nur diffusionsoffene, alkalibeständige Anstriche wie Kalk- oder Silikatfarben sind geeignet.
Zudem und sehr wichtig: Es muss darauf geachtet werden, dass es sich auch tatsächlich um einen Kalkputz handelt. Bei den meisten als Kalkputz deklarierten Produkten handelt es sich um Kalk-Zementputze. Diese können aber nicht die Vorteile bieten, die ein zementfreier Kalkputz bietet, auch wenn die Hersteller damit werben.
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