Bei Kalkputz sind vor allem ein geeigneter Untergrund, die richtige Materialwahl, ausreichende Feuchtigkeit während der frühen Erhärtung und passende Umgebungsbedingungen wichtig.

Der Untergrund muss tragfähig, sauber und für den verwendeten Kalkputz geeignet sein. Stark saugende Untergründe müssen gegebenenfalls vorgenässt werden, damit dem frischen Putz nicht zu schnell Wasser entzogen wird.

Kalkputz sollte nicht bei ungeeigneten Temperaturen verarbeitet werden. Besonders Frost, starke Hitze, direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft können die Erhärtung beziehungsweise Trocknung negativ beeinflussen.

Frischer Kalkputz darf nicht zu schnell austrocknen. Besonders bei Luftkalkputzen sind geeignete Feuchtigkeitsbedingungen wichtig, damit die Karbonatisierung stattfinden kann. Putze mit natürlich hydraulischem Kalk benötigen außerdem Wasser für ihre hydraulischen Reaktionen.

Auch die Schichtdicke und die Wartezeit zwischen einzelnen Putzlagen müssen zum verwendeten Material passen. Zu dicke Lagen oder eine zu schnelle Weiterbearbeitung können Risse und andere Schäden begünstigen.

Schließlich sollte auch die spätere Beschichtung zum Kalkputz passen. Wer dessen mineralische und feuchteregulierende Eigenschaften erhalten möchte, sollte ein entsprechend abgestimmtes mineralisches Anstrichsystem wählen.

Entscheidend ist deshalb nicht eine einzelne Regel, sondern ein aufeinander abgestimmtes System aus Untergrund, Kalkputz, Verarbeitung, Trocknungsbedingungen und Beschichtung.