Organische Zusätze sind Bestandteile eines Kalkputzes, die auf kohlenstoffhaltigen organischen Stoffen basieren. In modernen Kalkputzen werden sie unter anderem eingesetzt, um Verarbeitung, Haftung, Wasserhaltevermögen oder andere technische Eigenschaften des Putzes gezielt zu verändern.
Dazu gehören beispielsweise Kunstharz- und Kunststoffdispersionen, Celluloseether, Stärkeether oder andere organische Additive. Je nach Art und Menge können solche Zusätze die Eigenschaften eines Kalkputzes deutlich beeinflussen.
Dabei muss zwischen organischen Bindemitteln und organischen Verarbeitungshilfen unterschieden werden. Eine Kunststoffdispersion kann beispielsweise als zusätzliches organisches Bindemittel wirken. Cellulose wird dagegen in sehr kleinen Mengen vor allem eingesetzt, um Wasserhaltevermögen und Verarbeitung eines Trockenmörtels zu verbessern.
Organisch bedeutet außerdem nicht automatisch synthetisch oder schädlich. Auch traditionelle Bestandteile wie Pflanzenfasern, Tierhaare oder Kasein sind organische Stoffe. Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob ein Bestandteil organisch ist, sondern welcher Stoff enthalten ist, in welcher Menge und welche Funktion er im Kalkputz erfüllt.
Wer wissen möchte, welche organischen Zusätze ein Kalkputz enthält, benötigt eine Volldeklaration. Aus der Bezeichnung „Kalkputz“ allein lässt sich die Zusammensetzung nicht erkennen.
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